Bettwanzen

Die Bettwanze scheint sich in deutschen Betten immer wieder häufiger einzufinden. Nachdem die deutsche Nachkriegsgeneration laut medizin.de fast wanzenfrei aufgewachsen ist, werden Wanzen, Eier und Larven heutzutage immer häufiger wieder aus fernen Urlaubszielen im Gepäck nach Deutschland eingeführt, wo die Wanzen viel verbreiteter sind.

Für Bettwanzen ist der Mensch eine beliebte Nahrungsquelle. Die fast blinden Wanzen, die ausgewachsen zwischen fünf und acht Millimeter groß sind, werden durch dessen Körperwärme auf ihn aufmerksam und können sich bei der Nahrungssuche zum Beispiel von der Zimmerdecke auf ihr Opfer fallen lassen. Die nachtaktiven Insekten verstecken sich laut medizin.de tagsüber gern in feinen Ritzen, zwischen Papier- und Buchblättern, im Bett selbst, in Lüftungsschächten oder Öffnungen und Lüftungen von Tapeten.

Wanzen leben nicht allein, sondern mit anderen zusammen. Da sie in mit einem Meter pro Minute recht schnell und beweglich sind und sich recht gut verstecken können, bekommt der Mensch die kleinen Parasiten in der Regel nicht zu sehen. Aufgrund eines für Wanzen typischen Geruchs können Experten Bettwanzen aber leicht erkennen. Zudem hinterlassen die Insekten mit den eher flachen und hell- bis dunkelbraunen Körpern in ihren Verstecken kleine Kotballen und Häutungen, so medizin.de.

Bettwanzen stechen Menschen oft an Arm und Bein

Das stärkste Indiz, ob jemand von Bettwanzen befallen ist, sind die Stiche am Körper des Menschen, die sich vor allem an den Beinen und Armen finden lassen. Da die kleinen Parasiten nicht immer direkt ein Blutgefäß beim Menschen finden, stechen sie oft mehrmals und hinterlassen so genannte Wanzenstraßen. Die Stiche sind laut medizin.de so groß wie der Nagel des kleinen Fingers.

Menschen erkennen nach Stichen eine flache Rötung, überempfindliche Menschen können jedoch mit einer starken Überreaktion mit Quaddeln und starkem Juckreiz kommen. Aufgrund des damit verbundenen Kratzens können sich die Stiche bakteriell entzünden.

Kältere Temperaturen töten Bettwanzen nicht ab

Haben Wanzen eine Blutmahlzeit vom Menschen zu sich genommen, können sie ein halbes Jahr auf weitere Nahrung verzichten. Ihre Lebenserwartung liegt laut medizin.de bei einem Jahr. In dieser Zeit legen weibliche Bettwanzen etwa 500 Eier. Je wärmer die Wohnumgebung der Bettwanzen ist, desto schneller können die Larven schlüpfen. So kann es schnell zu einer Wanzenplage kommen.

Zwar werden Bettwanzen durch kältere Temperaturen und leichten Frost in ihrem Tun eingeschränkt, abgetötet werden sie dadurch jedoch nicht, so meidzin.de. (Bild: © Wikimedia Commons)