Bettwanzen auf dem Vormarsch

Nur fünf bis acht Millimeter groß, so flach wie ein Blatt Papier; ein unangenehmer, blutsaugender Gast ist zurück in unseren Betten: Die Bettwanze.

Da man die Bettwanze in unseren Breitengraden bereits ausgerottet glaubte, gehen viele Betroffene zunächst von einem Floh-Befall aus. Wanzenstiche erkennt man an der kettenähnlichen Anordnung der etwa Fingernagel großen Rötungen, die meist auf Armen und Beinen zu finden sind. Die Stiche können zu starkem Juckreiz und bei empfindlichen Personen gar zu einem anaphylaktischen Schock führen.

Zeichen für die Anwesenheit dieser ungebetenen Gäste sind zudem der süßliche Geruch, den sie bei Anzeichen von Gefahr ausströmen, sowie kleine Blutspuren auf den Bettlaken.

Über die Gründe des plötzlichen Vormarsches dieser Parasiten kann man derzeit nur spekulieren. Laut Schädlingsbekämpfer Karsten Pech findet man Wanzen seit jeher bei Haustauben, Fledermäusen und in Schwalbennestern. Eine Einschleppung im Gepäck der Urlauber ist seiner Meinung nach jedoch die wahrscheinlichere Ursache.

Wird der Schädlingsbefall bemerkt, sollte die Bekämpfung unbedingt einem Fachmann überlassen werden. Das ganze Mobiliar muss auseinandergebaut werden, damit der Profi die Wanzen aufspüren und vernichten kann, zumal diese sich selbst in den allerkleinsten Ritzen verstecken.