Bettwanzen sind auch im Winter aktiv

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Bettwanzen kennen die meisten Deutschen der Nachkriegsgeneration wohl nur noch aus Geschichten, da Deutschland nahezu als wanzenfrei gilt. Allerdings häufen sich in den letzten Jahren Meldungen über Bettwanzenbefall zunehmend.

Dies liegt aber oftmals nicht an mangelnder Hygiene, was zwar durchaus ein Grund sein könnte, sondern in den meisten Fällen werden die Schädlinge beispielsweise nach einer Urlaubsreise eingeschleppt. Auch alte Möbel, Bilder oder alte Bücher können verwanzt sein.

Bettwanzen, deren Größe bei ausgewachsenen Tieren zwischen 6-8 Millimetern liegt, sind nachtaktive Tiere und finden ihre Opfer durch die ausgestrahlte Körperwärme. Tagsüber verstecken sie sich in Ritzen, hinter Papier (wie Tapeten), in Büchern oder gar im Bett selbst. Nach einer (Blut-)Mahlzeit können die Tiere bis zu 6 Monate lang ohne Essen auskommen und während der einjährigen Lebensspanne legt ein Weibchen ca. 500 Eier. Grundsätzlich gilt: Je wärmer die Umgebung, desto schneller vermehren sich die Bettwanzen. Zwar reduziert sich bei Kälte und Frost die Aktivität der Schädlinge, aber abgetötet werden sie dadurch nicht.

Die Stiche der Wanzen hinterlassen meist einen blassen roten Fleck, der jucken…seltener auch mal schmerzen kann. Bei Allergikern droht im schlimmsten Fall ein anaphylaktischen Schock.

Die Beseitung von Bettwanzen sollte einem Fachmann überlassen werden, da gegen Bettwanzen ausschließlich chemische Insektizide wirksam sind. Selbst die gründlichste Säuberung der Wohnung wird ohne einen Fachmann erfolglos sein.