Bettwanzen: Symptome für Bettwanzenbefall

Bettwanzen (Cimex lectularius) gelten in Deutschland als weitgehend ausgestorben. Jedoch werden die Blutsauger hin und wieder von Urlaubstouristen aus Ländern mit niedrigen Hygienestandards nach Deutschland transportiert. Sie verstecken sich in Lüftungsschächten, feinen Ritzen, zwischen Papier- und Buchseiten und in Bettmatratzen. Da sie nur bis zu 7 Millimeter groß werden und sich an schwer zugänglichen Orten aufhalten, sieht man sie selten bis gar nicht. Ihre rasche Vermehrung bedingt eine in kürzester Zeit entstehende enorme Population. Die nachtaktiven Insekten befallen Menschen und Tiere. Ihr Vorkommen äußert sich durch verschiedene Symptome.

Charakteristisch für Stiche von Bettwanzen ist, dass sich diese oft auf einem kleinen Hautsektor von Armen und Beinen konzentrieren (Wanzenstraße). Nach dem Stich kommt es zu einer Rötung, jedoch nicht zwangsläufig zu Juckreizen oder Schwellungen. Bei Menschen mit verstärkter Hautempfindlichkeit kann es zu Schwellungen mit Quaddelbildung und starkem Juckreiz (Urtikaria) und in seltenen Fällen zum anaphylaktischen Schock kommen. Zudem können Sehstörungen und Unbehagen auftreten. Durch das Kratzen der betroffenen Stellen kommt es mitunter zu einer Sekundärinfektion durch Bakterien. Auch Allergien sind nicht ausgeschlossen.

Bettwanzen fungieren als Wirte für Erreger wie dem HI-Virus, Hepatitis-B-Virus und dem Hepatitis-C-Virus. Jedoch ist eine Übertragung auf den Menschen umstritten. Hingegen kann eine Infektion mit dem Q-Fieber durch die Bettwanze bedingt sein, da sie das Bakterium in sich trägt.

Ein wichtiges Signal für Bettwanzenbefall ist ihr süßlicher Geruch, den sie in Gefahrensituationen ausscheiden. Dieser markante Geruch entsteht vor allem bei größerem Wanzenbefall in dem jeweiligen Zimmer. Da Bettwanzen im zweiten Weltkrieg in etlichen Haushalten existierten, sind Zeitzeugen mit dem von ihnen ausgehenden Geruch bestens vertraut. (Bild: © unforth/flickr)