Bettwanzenstiche

Den Tag über hält sich die gemeine Bettwanze (lat. Cimex lectularius), in den trockenen und warmen Spalten ihres bevorzugten Lebensraums, den Schlafstätten von gleichwarmen Lebewesen, versteckt. Sie bilden große Gruppen, in dem sie sich mit Lockstoffen aus ihrer Wehrdrüse gegenseitig anlocken.

Erst in der Nacht wird sie aktiv und begibt sich auf die Nahrungssuche. Die Bettwanze ernährt sich ausschließlich vom Blut ihrer Opfer. Ihre Nahrung sucht sie sich beim Menschen und ihren Haustieren. Unter den Wildtieren sind ihre bevorzugten Opfer Vögel und Fledermäuse. Eine Bettwanze kann die siebenfache Menge ihres Körpergewichts zu sich nehmen und dann bis zu 40 Wochen ohne Nahrung ausharren. Für die Nahrungsaufnahme benötigt sie bis zu 10 Minuten.

Das Sekret ihrer Speichelsdrüse ist toxisch. Der Stich einer Bettwanze kann bei Menschen die unterschiedlichsten Auswirkungen zeigen. Viele Betroffen klagen über starken Juckreiz, der über eine Woche anhalten kann. Die Symptome können von Hautausschlägen bis hin zu allgemeinem Unbehagen reichen. Sogar Sehstörungen sind schon vorgekommen.

Durch ihren Stich kann die Bettwanze diverse Krankheiten übertragen. Bisher konnten schon 28 Krankheitserreger nachgewiesen werden. Darunter auch die Erreger für das Hepatitis-B-Virus, das Hepatitis-C-Virus und das HI-Virus. Ob eine tatsächliche Übertragung möglich ist, ist bisher nicht wissenschaftlich erwiesen, aber durchaus möglich. (Bild: Pixelio/S. Hofschlaeger)